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Blockpit Erfahrungen 2026: Kosten, Prüfung und ehrliches Fazit

Veröffentlicht am 21. Juli 2026Geprüft am 29.8.20265 Min. LesezeitKryptoMelder Redaktion
Blockpit Erfahrungen 2026: Kosten, Prüfung und ehrliches Fazit

Blockpit ist eine der umfassenderen Lösungen für Krypto-Steuern in Deutschland. Der Anbieter verbindet kostenloses Portfolio-Tracking mit einem kostenpflichtigen Steuerbericht pro Steuerjahr und unterstützt nach eigener Darstellung Börsen, Wallets und Blockchains über API, CSV oder öffentliche Adressen.

Kurzurteil: Blockpit kann gut passen, wenn du viele Datenquellen oder On-Chain-Aktivitäten zusammenführen und offene Probleme in einem geführten Ablauf bearbeiten möchtest. Entscheidend ist aber nicht die Zahl der beworbenen Integrationen, sondern ob deine konkreten Konten, Produktbereiche und Transaktionsarten vollständig ankommen.

So haben wir geprüft: Diese Einordnung ist ein Dokumentationscheck, kein bezahlter Praxistest mit einem vollständigen Musterportfolio. Geprüft wurden am 29. August 2026 die offiziellen Preis-, Produkt- und Reportseiten. KryptoMelder ist selbst ein alternatives Steuerdatenprodukt; dieses Eigeninteresse gehört zur Bewertung dazu. Der Link zu Blockpit ist kein Affiliate-Link.

Was Blockpit anbietet

Der Ablauf besteht aus vier Schritten:

  1. Börsen, Wallets und Blockchains verbinden oder Dateien importieren.
  2. Transaktionen, Warnungen und nicht zugeordnete Vorgänge prüfen.
  3. Gewinne, Verluste, Einkünfte und Vorgänge außerhalb der Jahresfrist berechnen lassen.
  4. Den Bericht für das gewählte Steuerjahr als PDF und CSV herunterladen.

Für Deutschland beschreibt Blockpit eine vorbereitete Anlage SO, Transaktionsdetails und eine Rückverfolgung der Berechnung. Das ist eine Arbeitshilfe für die Steuererklärung, keine amtliche Freigabe deiner Eingangsdaten oder deines Einzelfalls.

Blockpit-Preise im August 2026

Laut offizieller Preisseite richtet sich der Preis nach den relevanten Transaktionen des jeweiligen Steuerjahres:

Stufe Transaktionen Preis pro Steuerjahr
Small bis 50 49 €
Medium bis 1.000 99 €
Large bis 3.000 149 €
X-Large bis 10.000 229 €
XX-Large über 10.000 549 €

Portfolio-Tracking und Datenimport lassen sich kostenlos beginnen. Daneben bietet Blockpit kostenpflichtige Zusatzleistungen an, darunter Blockpit PLUS, einen Expert Check und einen Expert Service. Preise und Grenzen können sich ändern; maßgeblich ist die Anzeige vor dem Kauf.

Wie gut sind Import und Problemprüfung?

Die Breite der Anbindungen ist eine klare Stärke. Sie hilft besonders bei Portfolios mit mehreren Börsen und öffentlichen Wallet-Adressen. Eine vorhandene Integration beantwortet aber noch nicht diese Fragen:

  • Reicht die Historie bis vor den ersten steuerlich relevanten Verkauf zurück?
  • Sind Spot, Convert, Rewards, Derivate und weitere genutzte Produktbereiche enthalten?
  • Wurden Eigenüberträge zwischen zwei eigenen Konten verbunden?
  • Stimmen die berechneten Bestände mit Börse und Wallet überein?
  • Gibt es fehlende Anschaffungskosten, Kurse oder Transaktionsarten?

Blockpit führt nach eigener Beschreibung durch Warnungen, Konflikte und Datenlücken. Das ist wertvoll, solange du die Hinweise tatsächlich bearbeitest. Ein technisch erzeugbarer Bericht beweist nicht automatisch, dass jede Quelle vollständig importiert und jeder Sonderfall richtig eingeordnet wurde.

Stärken

  • Breite Datenanbindung: APIs, CSV-Dateien und öffentliche Wallet-Adressen decken viele typische Portfolios ab.
  • Prüfung vor dem Kauf: Importierte Daten und Ergebnisse können vor dem Erwerb des Steuerberichts kontrolliert werden.
  • Deutscher Bericht: Die Ausgabe bereitet Werte für die Anlage SO auf und enthält Transaktionsdetails.
  • Walletbezogene Kostenbasis: Blockpit beschreibt die Verfolgung der Anschaffungskosten getrennt nach Integration.
  • Unterstützung bei komplexen Datenbeständen: Kostenpflichtige Prüf- und Aufarbeitungsleistungen sind verfügbar.

Grenzen

  • Vollständigkeit bleibt deine Aufgabe: Fehlende Börsenjahre, Wallets oder Produktbereiche können auch in einer plausiblen Oberfläche unentdeckt bleiben.
  • Viele Kleinvorgänge erhöhen die Stufe: Rewards und andere häufige Buchungen können die relevante Transaktionszahl schnell vergrößern.
  • Mehrere Steuerjahre kosten getrennt: Der Bericht wird pro Steuerjahr gekauft.
  • Automatische Labels brauchen Kontrolle: Bridges, Liquidity Pools, Wrapped Tokens, NFTs und exotische Protokolle können eine fachliche Einzelfallprüfung erfordern.
  • Anbieterangaben sind kein Behördenurteil: Formulierungen wie „konform“ oder „prüfbereit“ ersetzen weder vollständige Belege noch eine steuerliche Prüfung.

Blockpit oder KryptoMelder?

Frage Blockpit KryptoMelder
Datenquellen breite API-, CSV- und Blockchain-Anbindung CSV-first mit unterstützten Formaten und manuellem Mapper
Komplexe On-Chain-Fälle deutlich breiter angelegt komplexes DeFi, NFTs und Liquidity Pools derzeit nicht als vollständig unterstützt
Datenprüfung geführte Warnungen und Konfliktbearbeitung Problem Center, Herkunft bis zur CSV-Zeile und blockierter finaler Report bei erkannten schweren Fehlern
Kaufgegenstand Bericht pro Steuerjahr und Transaktionsstufe Tarif und Reportumfang laut aktueller KryptoMelder-Preisseite

Blockpit ist die naheliegendere Wahl für breite On-Chain-Portfolios und viele automatische Anbindungen. KryptoMelder ist enger ausgerichtet: nachvollziehbare CSV-Herkunft, manuelle Korrektur und ein deutscher Reportworkflow für unterstützte Daten. Bei beiden Produkten solltest du vor dem Kauf prüfen, ob Anfangsbestände, Eigenüberträge und Anschaffungskosten erklärt sind.

Fazit

Blockpit bietet einen starken Funktionsumfang und einen sinnvollen kostenlosen Vorabcheck. Der größte Vorteil ist die Breite, die größte Fehlerquelle ist dieselbe: Automatisierung kann nur mit vollständigen und richtig klassifizierten Daten arbeiten. Importiere deshalb zuerst alle Jahre und Quellen, gleiche Bestände ab und entscheide erst danach über Bericht und Tarif.

Passt ein CSV-first-Workflow besser zu deinem Portfolio?

Lege ein kostenloses KryptoMelder-Konto an, importiere deine Börsendatei und prüfe erkannte Vorgänge und Datenprobleme, bevor du einen Report auswählst.

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