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Was ist die FIFO-Methode bei Krypto?

Fachlich geprüft am 29.8.2026

FIFO steht für „First in, first out“: Bei mehreren Kauftranchen werden die zuerst angeschafften Einheiten zuerst einem späteren Verkauf zugeordnet. Dadurch stehen für jede verbrauchte Teilmenge Anschaffungsdatum, Anschaffungskosten und Haltedauer fest.

Ist FIFO für Krypto immer vorgeschrieben?

Nein. Das BMF-Schreiben vom 6. März 2025 nennt zuerst den Grundsatz der Einzelbetrachtung. Ist eine individuelle Zuordnung nicht möglich, gelten für die Haltefrist die zuerst angeschafften Einheiten als zuerst veräußert. Für die Wertermittlung kann FIFO aus Vereinfachungsgründen verwendet werden.

Die gewählte Methode ist je Wallet und Kryptowert grundsätzlich beizubehalten, bis dieser Bestand vollständig veräußert wurde. Eine globale FIFO-Kette über alle Börsen und Wallets wäre deshalb falsch.

Einfaches Beispiel

  • 1. November 2024: Kauf von 0,40 BTC für insgesamt 20.000 Euro
  • 15. April 2025: Kauf von 0,35 BTC für insgesamt 21.000 Euro
  • 15. Dezember 2025: Verkauf von 0,60 BTC

FIFO ordnet dem Verkauf zuerst die vollständigen 0,40 BTC aus dem November-Kauf und anschließend 0,20 BTC aus dem April-Kauf zu. Von der zweiten Kauftranche bleiben 0,15 BTC übrig. Beide Teilmengen besitzen dadurch eine eigene Kostenbasis und Haltedauer.

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Warum die Wallet-Zuordnung wichtig ist

Ein älterer BTC-Bestand auf einem Ledger wird nicht automatisch mit einem Verkauf auf einer Börse verrechnet. Bei einem bestätigten Eigenübertrag müssen Anschaffungsdatum und Anschaffungskosten der übertragenen Tranche am Ziel weitergeführt werden. Der Transfer setzt die Jahresfrist nicht neu, darf aber auch nicht ohne belegte Gegenseite steuerneutral geraten werden.

Welche Grenzen hat FIFO?

FIFO beantwortet nur die Verwendungsreihenfolge. Für einen belastbaren Steuerdatenbestand brauchst du zusätzlich:

  • vollständige Käufe, Verkäufe und Krypto-zu-Krypto-Tausche
  • getrennte Wallets und verbundene Eigenüberträge
  • Anschaffungs- und Veräußerungskosten in Euro
  • Gebührenmenge, Gebührenasset und Kursnachweis
  • eine konsistent dokumentierte Methode

Die 1.000-Euro-Freigrenze gilt nicht je Verkauf, sondern für den Gesamtgewinn aus allen privaten Veräußerungsgeschäften des Kalenderjahres.

Weiterlesen: Walletbezogene FIFO und Transfers · FIFO mit drei Kauftranchen · CSV-Historie auf Datenlücken prüfen

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