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Was ist die FIFO-Methode bei Krypto?

Die FIFO-Methode (First-In, First-Out) ist die vom deutschen Bundesfinanzministerium (BMF) vorgeschriebene Berechnungsgrundlage für Krypto-Steuern. Sie besagt: Wenn du mehrere Tranchen desselben Coins gekauft hast, wird bei einem Verkauf steuerlich immer angenommen, dass du die ältesten (zuerst gekauften) Coins zuerst wieder verkaufst.

Warum ist FIFO so wichtig?

In Deutschland sind Krypto-Gewinne nach einem Jahr Haltedauer komplett steuerfrei. Wenn du im Laufe der Jahre immer wieder Bitcoin auf demselben Exchange gekauft hast und nun einen Teil verkaufst, musst du dem Finanzamt beweisen, welcher Kauf-Posten verkauft wurde, um zu klären, ob die 1-Jahres-Frist abgelaufen ist oder nicht.

Du darfst dir leider nicht aussuchen, welchen Bitcoin du verkaufst (z.B. den, der im Minus steht, um Steuern zu sparen). Das BMF diktiert das strikte First-In-First-Out Prinzip.

Ein typisches FIFO-Beispiel

  • Januar 2025: Kauf von 1 BTC für 30.000 € (Tranche A)
  • August 2025: Kauf von 1 BTC für 40.000 € (Tranche B)
  • Februar 2026: Du verkaufst 1 BTC für 60.000 €

Die steuerliche Auswirkung (nach FIFO): Das Finanzamt sagt dir: Du hast Tranche A verkauft, weil sie zuerst im Konto war (First-In).

  • Haltedauer Tranche A: Januar 2025 bis Februar 2026 = über 1 Jahr.
  • Ergebnis: Steuerfrei! Die 30.000 € Gewinn aus dem Verkauf (60k - 30k) dürfen komplett steuerfrei einbehalten werden.

Hätte in einem System LIFO (Last-In-First-Out) gegolten, hättest du Tranche B verkauft, wärst unterjährig gewesen und hättest Steuern zahlen müssen.

Die Wallet-Trennung

FIFO gilt in Deutschland strikt pro Wallet/Depot. Wenn du Bitcoin auf Trade Republic, Coinbase und deinem Ledger hast, laufen dort drei separate FIFO-Ketten. Transferierst du Coins zwischen deinen Wallets, überträgst du das historische Kaufdatum und die Anschaffungskosten physisch mit – das Datum des Wallet-Transfers resettet die 1-Jahres-Frist nicht!

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